farbenfroh, glitzernd, märchenhaft, einzigartig




from my hands to your heart
 

 Es glitzert - ist immer ein Argument, etwas zu kaufen!


Vergleichsbild Hühnerei zu Straußenei

Da brat mir doch einer ein Ei...

Straußeneier sind die größten Eier, die es gibt. Eine einzelne Person würde sich schwer tun, ein ganzes Straußeneier-Omelette zu verdrücken, denn ein Ei entspricht etwa 20 Hühnereiern.

Harte Schale, weicher Kern...

Ein Straußenei hat so eine dicke Schale, dass sich ein Mensch mit 115 kg Gewicht darauf stellen kann, ohne dass es kaputt geht. Beachtlich ist auch, dass man es ohne Bohrer oder anderem Werkzeug nicht öffnen kann. Dennoch schaffen es die kleinen putzigen Straußenküken das Ei zu zerbrechen, indem sie Nacken und Füße gegen die Innenwände stemmen.

 Ich glaub ich spinne...

 

Bild von Straußeneiern
Foto: Wikipedia

Eine wahrhaftig eigene Tradition einer türkischen Tradition sind die zwieschen den Öllämpchen hängenden Straußeneier. Sie sind schwarz und wurden mit besonderen Gewürzen und Kräutern gekocht, oder naturfarben mit goldenen Quasten. Mit Ihrem Geruch sollen Sie Spinnen abhalten. Bis heute schwören türkische Gewächshausbesitzer auf die Methode, ein Straußenei wird dort inzwischen bis zu 45 Euro gehandelt.

 

 

 

 

text bezüglich appel und ei

Märchenhaftes Straußenei...

Das Mädchen aus dem Straußenei

Mädchen aus dem Straußenei

Seetetelane war ein armer Bursche. Er hatte kein Land, keine Kuh und keine Frau. Ganz allein lebte er im Grasland. Er jagte Feldmäuse und aß sie, und aus den kleinen Fellen machte er sich Kleider. Eines Tages, als er wieder Feldmäuse jagte, fand er ein Straußenei, größer als er jemals eines gesehen hatte. »Was für ein Gewinn!« rief Seetetelane voll Freude. »Endlich hat ein so armer Bursche wie ich auch einmal Glück! Ich werde das Ei in meine Hütte tragen. Dort soll es unter dem Dach liegen, bis die stürmischen und regnerischen Tage kommen!«

Er schleppte das Ei in seine Hütte und wünschte sich, das Glück möge anhalten und ihm noch weitere Freuden bescheren. »Hoffentlich!« rief er. »Hoffentlich bleibt das Glück bei mir!«

Er versteckte das Ei unter dem Strohdach und ging wieder auf Mäusejagd.

Als er spät am Abend heimkehrte, sah er zu seinem Erstaunen, dass die Hütte aufgeräumt war. Ein frischgebackenes Brot lag da, und daneben stand ein Krug mit frischgebrautem Bier.

»Wie kann das sein?« rief Seetetelane. »Das sieht ja aus, als habe eine Frau hier gewerkt? Wie in meinen schönsten Träumen!«

Weil er aber hungrig war, dachte er nicht länger nach. Er aß und trank und freute sich, dass es ihm gutging. Auch am zweiten und am dritten Tag geschah dasselbe: wenn Seetetelane am Abend in seine Hütte kam, schien es, als habe eine Frau voll Liebe alles für ihn hergerichtet. Am vierten Tag vergaß Seetetelane, als er zur Mäusejagd aufbrach, seine Pfeife in der Hütte. Er ging zurück, um die Pfeife zu holen, da bemerkte er, dass jemand in seiner Hütte war. Er schlich näher und spähte hinein. Ein schönes, fremdes Mädchen räumte auf, füllte den Krug mit Bier und legte frischgebackenes Brot in den Korb. Als alles hergerichtet war, wollte das Mädchen in das große Straußenei schlüpfen.

»Nein!« rief Seetetelane und fasste das Mädchen an der Hand. »Bleib hier! Bleib bei mir!«

»Du hast so sehr gehofft und gewünscht, dass das Glück bei dir einkehrt«, sagte das Mädchen. »Ich will gern bei dir bleiben. Aber du darfst mir nie vorwerfen, dass ich nur ein Mädchen aus einem Straußenei bin!«

Seetetelane versprach es.

Sie lebten glücklich miteinander. Eines Tages sagte Seetetelane: »Es ist schön mit dir. Aber ich habe auch Sehnsucht nach anderen Menschen, mit denen ich reden, essen und feiern kann.«

Das Mädchen nahm einen Dreschflegel, ging vor die Hütte und begann, einen Grashaufen zu dreschen. Aus dem Grashaufen kamen Menschen hervor, alte und junge, es kamen Kühe hervor, die brüllten, und Hunde, die bellten.

Seetetelane lief aus der Hütte, als er den Lärm hörte.

»Nun muss dir nicht mehr langweilig sein!« sagte das Mädchen. Die Leute aus dem Grashaufen umringten Seetetelane. »Glück und Heil, unser Häuptling!« riefen sie, und die Hunde wedelten mit ihren Schwänzen.

Nun war Seetetelane Häuptling geworden. Er trug keine Kleider aus Mäusefellen mehr, sondern aus weichen Schakalfellen, und er schlief auf einer schönen Matte. Er hatte genug zu essen und trinken, und er hatte Leute, die für ihn arbeiteten.

Er war sehr zufrieden mit seinem Leben.

Eines Abends hatte Seetetelane seinen Krug leergetrunken. Er blickte auf und wollte das Mädchen herbeiwinken, aber er sah es nicht. Da ärgerte er sich und schrie: »Wo steckst du, Mädchen aus dem Straußenei? Mein Krug ist leer!«

Das Mädchen kam und sah Seetetelane traurig an.

»Weißt du nicht mehr, was du mir versprochen hast, Seetetelane?«

»Ach was«, sagte er, trank den Krug leer und schlief ein. Als er am nächsten Morgen erwachte, wollte er seinen Augen nicht trauen: Er lag auf seiner alten Matte, in seinem alten Kleid aus Mäusefellen, und der Krug mit Bier, die schönen Becher, das Brot, das gute Essen, alles war verschwunden. Auch das Mädchen war verschwunden und mit ihm das Straußenei, aus dem es gekommen war. Vor der Hütte pfiff der Wind durch das Gras. Auch alle Leute, alle Kühe und Hunde, die das Mädchen ihm geschenkt hatte, waren verschwunden.

Traurig machte sich Seetetelane auf, um das Straußenei wieder zu finden. Aber so sehr er auch suchte, er fand es nicht mehr.

Wilhelm Meissel

Jungfräuliches Ei...

Bild von Jungfrau Maria
Foto: Deacademic

Das Gemälde von Piero della Francesca 1472 zeigt Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Davor kniet der Auftraggeber Federico da Montefeltro, über der Szene hängt als Symbol der Jungfräulichkeit Marias ein Straußenei. Im Christentum war der Strauß ebenso wie das Einhorn ein Symbol für die Jungfräulichkeit.

Es wurden Vorstellungen des Physiologus aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. aufgegriffen, wonach der Vogel seine Eier von der Sonne ausbrüten lässt oder die Eier nur anzuschauen braucht, damit sie gebrütet werden.

Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Strauß zu einem der Attribute der Gerechtigkeit. Aus den Schalen von Straußeneiern wurden prunkvolle, reichverzierte Trinkgefäße und Pokale gefertigt.

 Globus der Träume...

Globus der Träume
Der Globus misst etwa elf Zentimeter und wurde aus zwei zusammengeklebten Hälften eines Straußeneis gefertigt (Foto: Washington Map Society)

Ein Sammler kauft einen geheimnisvollen Globus, der aus einem Straußenei gefertigt ist. Stammt die Karte, die bereits die Neue Welt verzeichnet, aus der Werkstatt Leonardo da Vincis? Die Geschichte, die der Sammler präsentiert, klingt für Fachleute zu fantastisch, um wahr zu sein.                 

                                                                                                                        
                                                                                                              

Die Geschichte beginnt auf einer Kartenmesse in London. Als Stefaan Missinne dort vor gut zwei Jahren durch die Ausstellungsräume ging, sei ihm plötzlich ein Händler hinterhergelaufen und habe ihn auf ein interessantes Objekt aufmerksam machen wollen: eine kleine Kugel, aus zwei Teilen von Straußeneiern zusammengefügt, die eine alte Ansicht der Erde zeigt. Die Meere sind dunkel, auf den fast schwarz gravierten Wellen sind vereinzelt winzige Segelschiffe mit geblähten Segeln dargestellt.

Leicht ist der Miniglobus. Es handelt sich zweifellos um ein hübsches Stück und es enthält interessante Beschriftungen in Latein. Über dem europäischen Kontinent prangt an der Stelle Deutschlands die Bezeichnung "Germania", Afrika und Südamerika sind zu erkennen; Nordamerika besteht hingegen nur aus zwei kleinen Inseln. Es könnte also ein wirklich altes Objekt sein, aus der Zeit kurz nachdem Kolumbus im Jahr 1492 Amerika - genauer: Inseln in der Karibik - für die Europäer entdeckt hatte und sich die Kunde vom neuen Kontinent allmählich in Europa verbreitete. In den Jahren danach erreichten spanische und portugiesische Seefahrer auch das heutige Brasilien und sahen erstmals die Amazonas-Mündung.

Mit der Entdeckung Amerikas tauchen die ersten Globen auf

Um 1500 entstehen deshalb viele neue Karten der Welt. Es ist auch die Zeit, in der die ersten Globen auf den Markt kommen. Der berühmte "Erdapfel" von Martin Behaim aus Nürnberg von 1492 ist der älteste noch erhaltene, er zeigt aber noch nicht die Neue Welt. Im Jahre 1507 zeichnet der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller dann die erste Weltkarte und prägt darauf den Namen "Amerika". Von dieser Karte existiert eine weitere Variante, die erst vor Kurzem in der Münchner Staatsbibliothek wiederentdeckt wurde. Als älteste Globen mit einer Amerika-Darstellung gelten ebenfalls zwei sehr ähnliche Exemplare: der Hunt-Lenox-Globe aus der New York Public Library und der Globus Jagellonicus aus Krakau.

Beide stammen aus dem Jahr 1510. Doch Stefaan Missinne glaubt, dieser Rekord müsse neu vergeben werden. Er kaufte das Ei in London, den Preis verrät er nicht. Aber gemessen an dem, was er heute über das Stück zu wissen meint, war es wohl sehr günstig. Der hauptberuflich in der Immobilienbranche tätige Kartensammler behauptet, das Straußenei stamme aus dem Jahr 1504 und sei damit der älteste erhaltene Globus, der die Neue Welt zeigt. Damit nicht genug: Das etwa elf Zentimeter große Objekt stamme vielleicht aus der Werkstätte des italienischen Gelehrten und Künstlers Leonardo da Vinci.

Seit Juli 2012 vertritt Missinne seine These mit wachsender Dringlichkeit. Zu Hause in Wien startete er eine Spurensuche, die einen Vergleich mit den Büchern Dan Browns aufdrängt. Er spricht von seinen aktuellen Erkenntnissen als "Frontpage News". Er habe, so sagt Missinne, in Schriften da Vincis wie dem Codex Atlanticus zahlreiche Hinweise auf den Globus gefunden, "damit ließe sich ein Buch füllen". Dessen Inhalt bestünde aus raffinierter Mathematik, geheimnisvollen Codices und mysteriösen Querverweisen etwa auf den Vertrag von Tordesillas, als Spanier und Portugiesen 1494 die Neue Welt unter sich aufteilten. Er gräbt verschollen geglaubte Zeichnungen da Vincis aus, etwa von "Leda und der Schwan", auf der aus Straußeneiern Kinder schlüpfen. Das Bild stammt wohl von 1503 oder 1504, dem Jahr des vermeintlichen Globus also.

Bei seinen Versuchen die Herkunft des Eies zu belegen, stieß Missinne auf die Struzzeria des Herzogs von Mailand in Pavia. Es sei "die einzige Straußenfarm im 16. Jahrhundert, die in Frage kommt", sagt der Kartensammler. Pavia war von Florenz, wo sich da Vinci regelmäßig aufhielt, gut zu erreichen. Scheinbar fügt sich alles ins Bild. In einem Film würde sich Missinne als leidenschaftlich für seine Idee kämpfender Gelehrter gut machen. Dabei ist er kein Kunsthistoriker oder Archäologe, er hat sich in diesem Bereich bisher keine nachhaltige Reputation im Wissenschaftsbetrieb erworben. Doch als Adresse gibt er "Independent Leonardo da Vinci Research" an.

Text von: Von Hubert Filser              
                               

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